Drei freilaufende Schäferhunde haben am Donnerstagabend in der Innenstadt für Aufsehen gesorgt. Die Tiere waren gegen 18:15 Uhr der Polizei gemeldet worden. Die Beamten fanden sie an der Ecke von Lewerentzstraße und Garnstraße. Zu diesem Zeitpunkt hatte einer der Hunde bereits einer Passantin (46) ins Bein gebissen. Ein anderer Mann (31) konnte zusammen mit einer Frau (27) und einem weiteren Zeugen (49) in ein Auto flüchten, nachdem er von einem Tier in den Fuß gebissen, dabei jedoch nicht verletzt worden war. Allerdings wurden er und die Frau bei der Flucht ins Auto leicht verletzt. Eine medizinische Versorgung der drei Leichtverletzten durch einen Rettungswagen war nicht erforderlich.
Die Tiere konnten von Angehörigen der Halterin eingefangen und gemeinsam mit dem Kommunalen Ordnungsdienst zu ihr zurückgebracht werden. Die 39-Jährige aus Krefeld erwartet ein Strafverfahren wegen fahrlässiger Körperverletzung.
Am Nachmittag des 29.10.2026 meldete eine aufmerksame Passantin um 14:52 Uhr der Leitstelle Krefeld eine Rauchentwicklung aus einem Mehrfamilienhaus auf der Hülser Straße. Durch den erfahrenen Leitstellendisponenten wurden umgehend Einheiten von Feuerwehr und Rettungsdienst alarmiert.
Noch vor dem Eintreffen der ersten Einsatzkräfte warnte die Anruferin die Bewohner des Gebäudes, sodass sich diese bereits gesammelt vor dem Objekt aufhielten.
Durch den Einsatzleiter wurde unmittelbar ein Trupp unter schwerem Atemschutz zur Brandbekämpfung im zweiten Obergeschoss eingesetzt. Der Brand von Einrichtungsgegenständen innerhalb der betroffenen Wohnung konnte rasch unter Kontrolle gebracht werden. Zeitgleich wurden die Bewohner des Hauses durch den Rettungsdienst der Stadt Krefeld untersucht. Wohl auch aufgrund des beherzten Einschreitens der Passantin wurde bei diesem Einsatz niemand verletzt. Ein Transport ins Krankenhaus war bei keinem der untersuchten Bewohner erforderlich.
Nach Abschluss von Nachlösch- und Belüftungsmaßnahmen konnten die Einheiten der Hauptfeuer- und Rettungswache, der Feuer- und Rettungswache Hafenstraße sowie des Rettungsdienstes nach etwa einer Stunde zu ihren Standorten zurückkehren.
Die Ermittlungen zur bislang unbekannten Brandursache werden durch die Polizei geführt.
Die Polizei ermittelt zu einem Verkehrsunfall, der sich am Montag, 26. Oktober 2026, gegen 19:20 Uhr an der Gutenbergstraße ereignet hat.
Ein 42-Jähriger war zu Fuß auf dem Gehweg der Gutenbergstraße unterwegs, als er und eine E-Scooter-Fahrerin miteinander kollidierten. Der Mann stürzte zu Boden und zog sich Verletzungen an der Hand und im Gesicht zu. Die Frau hielt an und bot ihre Hilfe an. Beide Personen gingen allerdings auseinander, ohne ihre Personalien auszutauschen.
Die Frau wird auf etwa 40 Jahre geschätzt, ist etwa 1,60 Meter groß und hat eine korpulente Statur. Sie hat ein europäisches Erscheinungsbild und war mit einer grünen Jacke bekleidet.
Das Verkehrskommissariat sucht die Frau, damit sich der verletzte Fußgänger an ihre Versicherung wenden kann. Es bittet, sich unter 02151 6340 oder per E-Mail an hinweise.krefeld@polizei.nrw.de zu wenden. (288)
Die Polizei Krefeld stellt sich mit einem Konzept "Sichere Innenstadt" neu auf. Unter dem Slogan "Sichere Innenstadt Krefeld - Konsequent. Vernetzt. Nah." reagiert sie gezielt auf die Themen, die die Krefelderinnen und Krefelder aktuell bewegen und umtreiben. Dafür bringt sie mit umfassenderen und häufigeren Einsätzen noch mehr Personal dorthin, wo Handlungsbedarf gesehen wird. Ziel des Konzepts ist es, polizeiliche Kompetenzen der Kriminalitätsbekämpfung, Verkehrsunfallbekämpfung und Einsatzwahrnehmung noch enger miteinander zu vernetzen, um den Sicherheitsbedürfnissen der Bürgerinnen und Bürger gerecht zu werden. Das bedeutet zum Beispiel, dass uniformierte Kräfte Kontrollen der offenen Drogenszene durchführen und zeitgleich die Kriminalpolizei zur Bekämpfung der Drogenkriminalität Wohnungsdurchsuchungen vollzieht.
Dem Konzept sind umfassende Auswertungen vorausgegangen. Dabei wurden unter anderem Einsatzahlen, Lagebilder, Beschwerden von Bürgern und Erkenntnisse zu Straftaten analysiert. Auf dieser Grundlage wurden aktuelle Schwerpunkte in der Krefelder Innenstadt identifiziert und bestehende polizeiliche Maßnahmen weiterentwickelt.
Der südliche Bereich hinter dem Krefelder Hauptbahnhof stellt mit seinem täglichen Publikumsverkehr einen besonders öffentlichkeitswirksamen Raum dar. Zur Steigerung des Sicherheitsempfindens setzt die Polizei Krefeld gemeinsam mit dem kommunalen Ordnungsdienst bis Mitte Dezember regelmäßige Präsenzstreifen zu den relevanten Zeiten ein. So wird die sichtbare Präsenz und Ansprechbarkeit von Polizei und kommunalem Ordnungsdienst in dem besonders stark frequentierten Zeitraum im Nachmittags- und frühen Abendbereich noch einmal besonders intensiviert.
Die bewährte und gut funktionierende Kooperation und Zusammenarbeit mit dem Kommunalen Ordnungsdienst (KOD) sowie weiteren Ordnungspartnern wird weiter ausgebaut. Ziel ist es, Entwicklungen von Ordnungsstörungen und Straftaten noch früher zu erkennen, Maßnahmen gezielter zu koordinieren und gemeinsam das Sicherheitsgefühl im öffentlichen Raum nachhaltig zu stärken. "Unser Anspruch ist klar", so Kriminaldirektor Michael Graf von Moltke, dem zurzeit die Vertretung der Behördenleitung der Polizei obliegt. "Wir wollen, dass sich alle Menschen in Krefeld sicher fühlen können - im Alltag, auf öffentlichen Plätzen und auf ihrem Weg durch die Stadt."
Der gestrige Einsatz (26. Oktober 2026) war erst der Auftakt des neuen Konzeptes. Bis in die Nacht hinein war die Polizei acht Stunden lang mit vielen eigenen Kräften, dem Kommunalen Ordnungsdienst, dem Ausländeramt und der Bundespolizei in der gesamten Innenstadt im Einsatz. Dabei kontrollierten die Beamten neun Cafés und Shishabars, außerdem mehrere Örtlichkeiten in der Innenstadt, darunter den Karlsplatz und den Bereich hinter dem Hauptbahnhof. Zivile Kräfte der Kriminalpolizei durchsuchten zwei Wohnungen zur Bekämpfung der Drogenkriminalität. Auf den Straßen zwischen den vier Wällen waren die Kräfte der Direktion Verkehr unterwegs und widmeten sich intensiv möglichen Verstößen von E-Scooter-Fahrern.
"Insgesamt haben wir in den Gewerbeobjekten und auf den Straßen rund 140 Personen kontrolliert", so Polizeidirektor Stefan Bauerkamp, der den Einsatz geleitet hat. "Hinzu kommen circa 50 kontrollierte Fahrzeuge, darunter 34 E-Scooter."
Vier ausstehende Haftbefehle konnten die Beamten vollstrecken. Eine Person wurde nach einem beobachteten Handel mit Betäubungsmitteln festgenommen. Die Polizei schrieb neun Strafanzeigen wegen Drogenhandels, Steuerhinterziehung (illegales Glücksspiel), des Verdachts des illegalen Aufenthalts und Verstößen gegen die Abgabenordnung. In einer Shishabar wurden rund vier Kilogramm unverzollter Tabak sichergestellt, bei den Kontrollen auf der Straße wurden mehrere Verkaufseinheiten Kokain gefunden. Im Rahmen der Wohnungsdurchsuchungen konnten keine Drogen gefunden werden, die Beamten fanden aber ein verbotenes Springmesser und einen Teleskopschlagstock. Außerdem ahndete die Polizei im Rahmen der Gewerbekontrollen zwei Ordnungswidrigkeiten im Zusammenhang mit illegalem Glücksspiel.
Im Straßenverkehr kamen 41 Ordnungswidrigkeiten hinzu und zwei weitere Strafanzeigen, darunter wegen eines nicht versicherten E-Scooters und einer Urkundenfälschung: Hier war das Kennzeichen mit einem Filzstift übermalt worden, um die Lesbarkeit zu erschweren. Ein E-Scooter erwies sich als gestohlen gemeldet.
Die Ordnungspartner ahndeten außerdem 17 Gewerbeverstöße in Form von Ordnungswidrigkeiten: Verstoßen wurde dabei gegen das Jugendschutzgesetz, das Nichtraucherschutzgesetz und das Arzneimittelgesetz.
Stefan Bauerkamp zieht eine positive Bilanz zum ersten Einsatz im Konzept "Sichere Innenstadt": "Das war ein guter Auftakt. Wir und unsere Netzwerkpartner stecken ab sofort noch mehr Personalstärke in die Themen, die die Menschen in unserer Stadt bewegen. Damit sich jede Krefelderin und jeder Krefelder hier sicher fühlen kann."
In einer Unterkunft für Leiharbeiter auf der Oelstraße in Emmerich sind in der Nacht auf Sonntag (25. Oktober 2026) zwei Männer schwer verletzt worden.
Nach ersten Erkenntnissen waren die beiden Männer im Alter von 31 und 42 Jahren in der Nacht mit dem Tatverdächtigen in Streit geraten. Gegen 0:45 Uhr hatte ein Zeuge die Polizei alarmiert. Vor Ort fanden die Beamten die zwei Männer schwer verletzt vor. Sie wurden in Krankenhäuser gebracht. Es besteht keine Lebensgefahr. Im Gebäude konnte die Polizei den Tatverdächtigen (37 Jahre) vorläufig festnehmen. Ein Messer wurde als mutmaßliche Tatwaffe sichergestellt.
Eine Mordkommission der Polizei Krefeld und Kleve hat die Ermittlungen aufgenommen. Die Staatsanwaltschaft Kleve beantragte heute beim zuständigen Haftrichter den Erlass eines Untersuchungshaftbefehls wegen versuchten Totschlags in Tateinheit mit gefährlicher Körperverletzung in zwei Fällen. Der 37-Jährige sitzt nun in Untersuchungshaft.
Presseauskünfte erteilt die Staatsanwaltschaft Kleve.
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