Nach einem verdächtigen Anruf auf der Leitstelle hat die Polizei am Samstagabend (3. Januar 2026) den Eingangsbereich des Polizeipräsidiums am Nordwall und der beiden Wachen auf der Hansa- und der Kleinewefersstraße für mehrere Stunden abgesperrt und mit bewaffneten Kräften bewacht. Gegen 17:50 Uhr hatte ein unbekannter Mann der Leitstelle verkündet, in einer Stunde eine der Wachen betreten und dort Schaden anrichten zu wollen. Zu tatsächlichen Zwischenfällen kam es nicht.
Die Ermittlungen zur Identität des Anrufers laufen noch.
Am Donnerstag (1. Januar 2025) entriss ein Unbekannter gegen 18:45 Uhr einer Frau den Rucksack und flüchtete anschließend mit der Beute. Die Geschädigte wurde dabei nicht verletzt. Eine sofort eingeleitete Suche blieb vorerst ohne Erfolg.
Die 40-Jährige beschrieb den Täter als ca. 1,60 Meter groß und von schmaler Statur. Sie habe eine helle Kapuze unter einer schwarzen Bomberjacke erkennen können.
Die Polizei sucht nun Zeugen zu der Tat in der Mariannenstraße.
Hinweisgeber werden gebeten, sich unter der 02151 6340 oder unter hinweise.krefeld@polizei.nrw.de zu melden.
Am Mittwoch (31. Dezember 2025) beobachtete der Geschädigte gegen 18:30 Uhr über seine Überwachungskameras, wie ein Mann sein Haus auf dem Buschdonk durchwühlte.
Beim Eintreffen der Beamten konnte der Tatverdächtige nach einer kurzen Flucht zu Fuß auf einem angrenzenden Flachdach vorläufig festgenommen werden. Um den gefesselten 32-Jährigen anschließend sicher vom Dach zu bringen, unterstütze die Feuerwehr mit einer Drehleiter.
Die Beute konnte dem wegen gleichgelagerter Delikte bekannten Mann noch vor Ort abgenommen werden. Er wurde anschließend auf Antrag der Staatsanwaltschaft einem Richter vorgeführt, der Untersuchungshaft anordnete.
In der Silvesternacht verzeichnete die Polizei Krefeld zwischen 20 und 8 Uhr rund 161 Einsätze. Das sind weniger Einsätze, als im Vorjahr (180 Einsätze).
Eine positive Meldung vorweg: Es gab keine verletzten Polizeibeamtinnen/-beamte in Krefeld.
Bislang wurden der Polizei Krefeld 27 Straftaten bekannt. Diese Zahl kann sich in den kommenden Tagen noch ändern, wenn Gegenstände wiedergefunden werden, die als gestohlen gemeldet wurden oder noch nicht gemeldete Straftaten nachträglich angezeigt werden.
Die Zahlen deuten auf eine ruhigere Silvesternacht hin, auch wenn die Gesamtsituation des Jahreswechsels für alle Einsatzkräfte immer eine Herausforderung darstellt.
In der Nacht wurden 21 Platzverweise erteilt, da sich Feiernde nicht richtig verhielten, Maßnahmen der Polizei behinderten oder störten.
Die Polizei rückte zu 13 Ruhestörungen aus und musste 29 Einsätze im Zusammenhang mit pyrotechnischen Gegenständen wahrnehmen, bei denen sich über unsachgemäßen Gebrauch beschwert wurde.
Gemeldet wurden drei Verkehrsunfälle mit Sachschaden und ein Alleinunfall bei dem der Unfallverursacher verletzt wurde. Ihm wurde eine Blutprobe entnommen.
Im Bereich des Westwalls wurden kurz hintereinander drei Körperverletzungsdelikte und eine Sachbeschädigung gemeldet, die durch zwei Tatverdächtige hintereinander und ohne Zusammenhang zueinander begangen wurden. Die beiden Männer (18 und 23 Jahre alt) aus Tönisvorst wurden durch die eingesetzten Polizeibeamten in Gewahrsam genommen und dem 18-jährigen Haupttäter wurde eine Blutprobe entnommen.
In dieser Nacht mussten insgesamt nur fünf Personen in polizeiliches Gewahrsam genommen werden. Sie verbrachten die ersten Stunden des neuen Jahres im Polizeigewahrsam.
Darüber hinaus wurden zwei Personen festgenommen. Bei ihnen handelte es sich um eine Person mit einem zu vollstreckenden Haftbefehl und eine weitere Person, die nach einem Wohnungseinbruchdiebstahl vorläufig festgenommen wurde.
Um 5:10 Uhr kam es in einer Eventlocation auf der Gladbacher Straße zu einer Körperverletzung zwischen zwei Besuchern, die sich nur durch den Einsatz eines Diensthundes trennen ließen.
Ein 34-jährigen Mann aus Großbritannien wurde durch den Diensthund in den linken Oberarm gebissen und verletzt. Er musste im Krankenhaus versorgt werden. Der 55-jährige portugiesische Kontrahent mit Wohnsitz in London wurde durch den Diensthund nicht verletzt.
Die Feuerwehr Krefeld zieht insgesamt eine positive Bilanz zur Silvesternacht 2025/2026.
Im Zeitraum von Mittwoch, 31.12.2025, 07:00 Uhr bis Donnerstag, 01.01.2026, 06:30 Uhr, kam es zu einem durchschnittlichen Einsatzaufkommen.
Insgesamt disponierte die Leitstelle der Feuerwehr Krefeld 135 Einsätze. Davon entfielen 117 Einsätze auf den Rettungsdienst sowie 18 Einsätze auf den Brandschutz.
Im Brandschutz verzeichnete die Feuerwehr überwiegend kleinere Einsatzlagen. Hierbei handelte es sich größtenteils um brennende Reste von Feuerwerkskörpern, Papierkörben oder aber Mülltonnen.
Besondere Einsätze, größere Schadensereignisse oder Übergriffe auf Einsatzkräfte wurden in der Silvesternacht nicht registriert.
Schwere Verletzungen, insbesondere infolge von Feuerwerksunfällen, wurden ebenfalls nicht verzeichnet.
Zur Vorbereitung auf den Jahreswechsel hatte die Feuerwehr Krefeld zusätzliche Einsatzkräfte aus Berufs- und Freiwilliger Feuerwehr sowie dem Rettungsdienst vorgehalten. Diese Maßnahmen haben sich bewährt und trugen insgesamt zu einem geordneten Einsatzverlauf bei.